“Die Freude am Herrn
ist meine Stärke!”


Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Wenn wir in der heutigen Zeit über Freude sprechen, hat das in vielen Fällen mit Spaß oder Vergnügen zu tun. Man spricht manchmal sogar von einer Spaßgesellschaft. Papst Paul VI schrieb schon in 1975: “Es ist der technologischen Gesellschaft gelungen, die Vergnügungsgangebote zu vervielfachen, doch es fällt ihr sehr schwer Freude zu erzeugen.” Papst Franziskus schrieb aber auch in 2013: “Niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt.” Damit kommen wir auf einem wichtigen Punkt: Wenn wir über Freude sprechen, ist es eine Freude die vom Herrn kommt. Um das richtig zu erkennen, müssen wir öfters durch eine Enttäuschung hindurch geführt werden. So schreibt Papst Franziskus im Evangelii Gaudium (2013):

«Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zumacht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartet. Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, auf tausenderlei Weise bin ich vor deiner Liebe geflohen, doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Kaufe mich wieder frei, nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme.“ Es tut uns so gut, zu ihm zurückzukehren, wenn wir uns verloren haben! Ich beharre noch einmal darauf: Gott wird niemals müde zu verzeihen; wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten. Der uns aufgefordert hat, »siebenund-siebzigmal« zu vergeben (Mt 18,22), ist uns ein Vorbild: Er vergibt siebenundsiebzigmal! Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen. Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu, geben wir uns niemals geschlagen, was auch immer geschehen mag. Nichts soll stärker sein als sein Leben, das uns vorantreibt!» (EG 3)

Nichts soll stärker sein als Sein Leben, das uns vorantreibt! Sein Leben, Seine Liebe, und zwar Seine gekreuzigte und auferstandene Liebe führt uns weiter zur wahren Freude: es ist eine Freude, die uns als Frucht der erlösenden und heilenden Liebe Gottes geschenkt wird. Es bewirkt, dass unser Kummer in Freude verwandelt wird (vgl. Joh 16,20).

Unter “Kummer” dürfen wir alles verstehen, was uns hindert, um zur wahren Freude am Herrn zu kommen: Verwirrung und Sünde, falsche Lebensweise, ein Festhalten an Vergangenem, Tod, Traurigkeit, Enttäuschung, Sorgen, usw. Alle diese Erfahrungen gehören zum Menschsein. Da wird ein Annehmen gefragt, aber als Christ auch einen Glauben, dass Jesus durch Seine gekreuzigte und auferstandene Liebe erlösen und verwandeln will: “Euer Kummer wird sich in Freude verwandeln!” Für Gott ist nichts unmöglich!

Diese Gnadenwirkung Jesu möchte dahin führen, dass uns eine Freiheit, eine Friede und eine Freude geschenkt wird. Wenn ich diese letzten drei Worte ausspreche höre ich F...F...F... Es ist als ob der Heilige Geist wirksam wird: Als gekreuzigter Herr “gab Er seinen Geist auf” (Joh 19,30) und als auferstandener Herr “hauchte Er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!” (Joh 20,22). Er schenkt uns die Freiheit der Kinder Gottes, den Frieden des Herzens und die Freude an Ihm, der uns liebt, freimacht, verwandelt und erneuert! “Lobe den Herrn, meine Seele! Ja, meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter, denn der Mächtige hat Großes an mir getan!”

Jesus gibt uns dazu noch einen guten Rat: “Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen wird” (Joh 16,24). Tun wir das! Besonders in der kommenden Wallfahrtszeit. Dass unsere Herzen und die Herzen vieler Menschen verwandelt werden und Menschen mit uns bezeugen können: “Die Freude am Herrn ist meine Stärke!”

P. Bartholomé

Mithilfe während der Wallfahrt
Für die Mithilfe brauchen wir noch Mitarbeiter(innen), die sich an den drei Sonntagen (8.00 - 18.00 Uhr)
zur Verfügung stellen. Auch am Montag, dem 30. Juli (Holland-Tag) brauchen wir noch Hilfe! Auch bitten wir noch um Kuchenbäcker(innen), damit die wunderbare Kuchenvermehrung auch dieses Jahr wieder stattfinden kann. Anmeldung bitte im Kloster!   


Monatsprogramm Juli 2018

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Anbetung bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: während der Wallfahrt und am 06. August keine Messe)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung


Apollinariswallfahrt 2018
"Die Freude am Herrn ist meine Stärke!"

(21. Juli - 05. August)

Näheres zum Wallfahrtsprogramm finden Sie hier.