„Der Name Jesu, unseres Herrn
soll in euch verherrlicht werden durch die Gnade
unseres Gottes und Herrn Jesus Christus!”
(2Thess 1,12)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Am Anfang dieses Monats November schauen wir am Allerheiligentag auf die Heiligen, die es seit dem Anfang des Kommen Jesu Christi auf Erden gegeben hat. So viele Menschen, bekannte und unbekannte, die weltweit den Namen Jesu verherrlicht haben, Ihm gefolgt sind und sich mit ih rer Stärke und ihrer Schwäche für das Reich Gottes gegeben haben.

Bei aller Sündhaftigkeit und allen Fehlern, die es auch in der langen Kirchengeschichte gegeben hat, schauen wir vor allem auf alles, was Gott durch Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes in Menschen bewirkt hat. Der Name Jesu ist in ihnen verherrlicht worden: Seine Liebe und Seine Barmherzigkeit wurden in den Heiligen offenbar! Die Gnade unseres Gottes und Herrn Jesus Christus hat reiche Frucht hervorgebracht. Gegenüber der Tendenz, um in der Kirche und in der Kirchengeschichte nur das Negative zu sehen, setzt der Allerheiligentag ein anderes Zeichen. Wir danken dem Herrn, dass Menschen sich geöffnet haben für Seine Gnade und wie Er durch Menschen Wunder bewirkt hat und bewirken will.

Verbunden mit Allerheiligen ist Allerseelen. Es ist ein Tag der Hoffnung und gnadevolle Erwartung, ein Tag des Gebetes: Gott will und soll in unseren verstorbenen Mitmenschen verherrlicht werden. Er wird Seine Herrlichkeit in ihnen zeigen und offenbaren. In Jesus Christus ist die Liebe Gottes offenbar geworden: vor allem in Seinem Sterben und Seiner Auferstehung. Er hat in Ihm den Tod besiegt. Seine Herrlichkeit, das heißt Sein “Herr-sein” wird sich in den Verstorbenen offenbaren. Der Name Jesu is stärker, größer und herrlicher als alles Andere!

Diese ersten zwei Tage dieses Monats - Allerheiligen und Allerseelen - setzen eine deutliche Wegweisung für den ganzen November. Wir sind alle gerufen und begnadet zur Heiligkeit und zum Leben aus der Hoffnung auf die ewige Herrlichkeit, worin der Name Jesu in uns für immer verherrlicht wird.

Der Apostel Paulus nennt die Christen “Heiligen”. Nicht weil sie (wir) die Heiligkeit schon erreicht haben: Gott behüte sie (uns) vor dieser Hochmut. Aber wir sind zur Heiligkeit berufen - berufen, um uns heiligen zu lassen. Der Tod und die Sünde sind in uns noch nicht besiegt. Wir sind noch unterwegs. Aber auf diesem Weg soll “der Name Jesu in uns verherrlicht werden”.

Was soll das bedeuten? Ich möchte dazu einen Impuls geben.

Es soll in uns Christen zuerst darum gehen, dass wir den Herrn verherrlichen und ehren. Im Wort, in der Tat, im Lobpreis und in der Danksagung, in Liebe zu Ihm und zu einander. Als getaufte Menschen gehören wir Ihm. Gott unser Herr, Schöpfer und Vater, soll an der ersten Stelle stehen. Was auch geschieht: Er ist und bleibt der Herr, der uns liebt und Anteil gibt an Seiner Liebe.

Dieses “Grundprinzip” und dieser “Grundsatz” des Christ-seins ist unsere Lebensperspective und Lebenszukunft. Das fragt allerdings immer von uns “Umkehr und Glauben”, sonst kann das Reich Gottes nicht kommen und sich nicht in und mit uns ausbreiten. Durch die Gnade können wir Jesus als Herr unseres Lebens und unserer Zukunft erkennen. Damit verbunden sollen wir Ihn in uns verherrlichen, dass heißt, dass wir Ihn so Herr in uns sein lassen, dass wir Seine Liebe, Barmherzigkeit, Treue und Führung ganz annehmen und wir Ihn in uns wirken lassen. Denn Er will uns Seine Gnade unaufhörlich schenken. Dazu ist Jesus gekommen, dazu hat Er sich am Kreuz hingegeben, dazu ist Er durch den Vater im Himmel verherrlicht.

Wir - von unserer Seite - dürfen und sollen diese Gnade in Anspruch nehmen: ganz bewusst, immer wieder neu, in welcher Situation wir auch im Leben sind. Nicht aus eigener Kraft (“wir schaffen es aus uns selbst nicht!), sondern durch den Herrn (denn für Ihn ist nichts unmöglich!).

Möge für Sie dieser Novembermonat ein Monat sein, wo Sie erfahren wie gut und mächtig Er ist. Im Namen Jesu möge der Herr Sie segnen mit Hoffnung und mit dem Mut nach Heiligkeit zu streben. Möge Er Sie segnen mit der Einsicht, dass das wahre Ziel Ihres Lebens die Verherrlichung Gottes ist. Möge Er, mit der Vollmacht Jesu Christi, dies in Ihnen bewirken und Sie dazu segnen, dass der Name Jesu in Ihnen verherrlicht wird.     

P. Bartholomé

 

“Bitten wir den Herrn heute, am Allerseelentag, dass Er uns die Gnade schenken möge, niemals das Gedenken zu verlieren, niemals die Erinnerung zu verheimlichen – Gedächtnis des Einzelnen, Gedächtnis der Familie, Gedächtnis des Volkes. Und dass Er uns die Gnade der Hoffnung schenken möge, denn die Hoffnung ist seine Gabe: hoffen können, auf den Horizont blicken, nicht vor einer Mauer verschlossen bleiben. Immer auf den Horizont und die Hoffnung blicken. Und Er möge uns die Gnade schenken zu verstehen, welche Lichter es sind, die uns auf dem Weg begleiten werden, um nicht in die Irre zu gehen und so dort anzukommen, wo wir mit so viel Liebe erwartet werden.”         

(Papst Franziskus, 2-11-2018)


Monatsprogramm November 2019

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Andacht bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 01.11.; 08.11.; 28.11. und 29.11. keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kinder-Wortgottesdienst
Sonntag, 03.11. und 24.11. um 10.30 Uhr im Gottesdienst.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung


Freitag 01. November, Hochfest von Allerheiligen

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang im Kloster bis 16.30 Uhr
17.00 Uhr Vesper


Samstag, 02. November Allerseelen

18.00 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 17. November

10.30 Uhr Hl. Messe mit dem Apollinarischor (jährliche Feier der heiligen Cäcilia)


Sonntag, 24. November 16.00 Uhr (!!!)
Konzert durch den Kammerchor Voci di Fuoco "Auf Erden bin ich nur ein Gast!"

Trauergesänge mit Orgel

Requiem für Mignon von Schumann, Requiem in d-Moll von Rheinberger, Begräbnisgesang von Brahms und Trauermotette von Bach.

Eintritt ist frei. Wir danken für eine Spende nach dem Konzert, anschließend Empfang im Kloster.

(An diesem Sonntag keine Vesper.)


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 28. November
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr

Freitag 29. November
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Sonntag 01. Dezember - 1. Advent
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 01. Dezember - Marianischer Gebetsabend

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.