“Mir geschehe nach Deinem Wort!”
(Lk 1,38)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

In diesem Monat Mai ehren wir auf eine besondere Weise Maria, die Mutter Jesu und die Mutter der Kirche. Sie hat mit ganzer Hingabe gesagt: "Mir geschehe nach Deinem Wort!” Sie stand und steht dem Herrn ganz zur Verfügung, damit Sein Wille geschehen kann.

In diesem Monat fängt in unserer Apollinariskirche die Novene zur Vorbereitung auf die jährliche Apollinariswallfahrt an: vom 20. Juli bis zum 4. August wird die Wallfahrt stattfinden. Das diesjährige Thema wird sein: “Mir geschehe nach Deinem Wort!” Zum Einstieg in dieses Thema nehme ich in diesen Boten eine Predigt vom Papst Franziskus auf. Er hat diese Worte während der Weltjugendtage in Panama (Januar 2019) gesprochen.

P. Bartholomé

Das Leben, das Gott uns anbietet und die Rettung, die Gott uns schenkt, ist eine Einladung zur Teilnahme an einer Liebesgeschichte, die sich mit unseren Geschichten verknüpft; sie lebt fort und will mitten unter uns geboren werden, damit wir dort, wo wir sind, wie wir sind und mit wem wir sind, fruchtbringen können. Dorthin kommt der Herr, um zu pflanzen und sich selbst einzupflanzen; er ist der Erste, der „Ja“ zu unserem Leben sagt, er ist immer der Erste. Er ist der Erste, der „Ja“ zu unserer Geschichte sagt, und er wünscht, dass auch wir zusammen mit ihm „Ja“ sagen. Er geht uns immer voraus, er ist der Erste.

Und so überraschte er Maria und lud sie ein, Teil dieser Liebesgeschichte zu sein. Die junge Frau aus Nazareth tauchte zweifellos nicht in den „sozialen Netzwerken“ der damaligen Zeit auf, sie war keine Influencerin, aber ohne es zu wollen oder danach zu streben, wurde sie die Frau mit dem größten Einfluss aller Zeiten.

Und wir können von ihr mit kindlichen Vertrauen sagen: Maria, die „Influencerin“ Gottes. Mit wenigen Worten hatte sie den Mut, „Ja“ zu sagen und auf die Liebe, auf die Verheißungen Gottes zu vertrauen, die einzige Kraft, die in der Lage ist, alles zu erneuern, neu zu machen. Und wir alle haben heute etwas, das in unserem Inneren neu gemacht werden muss. Wir müssen heute zulassen, dass Gott etwas in unserem Herzen neu macht. Denken wir ein wenig darüber nach: Was will ich, dass Gott es in meinem Herzen neu macht?

Noch immer beeindruckt die Kraft des „Ja“ der jungen Maria. Die Kraft jenes „Mir geschehe“, das sie zu dem Engel sagte. Dies war keine passive oder resignierte Einwilligung. Es war etwas Anderes als ein „Ja“, im Sinne eines „Gut, schauen wir mal, was passiert“. Maria kannte diesen Ausdruck nicht: „Schauen wir mal, was passiert.“ Sie war entschlossen, sie hat verstanden, worum es ging, und sagte „Ja“, ohne Umschweife. Es war mehr, es war etwas Anderes. Es war das „Ja“ eines Menschen, der sich einbringen und Risiken eingehen will und alles auf eine Karte setzen will, mit keiner anderen Garantie als der Gewissheit, Trägerin einer Verheißung zu sein. Und ich frage einen jeden von euch: Fühlt ihr euch als Träger einer Verheißung? Welche Verheißung trage ich im Herzen, für die ich mich einsetzen muss? Maria würde zweifelsohne eine schwierige Mission haben, aber die Schwierigkeiten waren kein Grund, „Nein“ zu sagen. Es war klar, dass es Komplikationen geben würde, aber es wären nicht dieselben Komplikationen gewesen, die auftreten, wenn die Feigheit uns lähmt, weil wir nicht im Voraus schon alles geklärt oder abgesichert haben. Maria hat keine Lebensversicherung abgeschlossen! Maria ging das Risiko ein und deswegen war sie stark, deswegen ist sie eine Influencerin, ist sie die Influencerin Gottes! Das „Ja“ und der Wunsch zu dienen waren stärker als die Zweifel und Schwierigkeiten.

Dieses „Ja“ Mariens widerhallt und vervielfältigt sich von Generation zu Generation. Viele (junge) Menschen, die dem Beispiel Mariens folgen, riskieren etwas und setzen auf etwas, weil sie einer Verheißung folgen.

„Ja“ zu sagen zum Herrn bedeutet, den Mut zu haben, das Leben, wie es kommt, mit all seiner Zerbrechlichkeit und Begrenztheit und oft sogar mit all seinen Widersprüchen und Sinnlosigkeiten mit Liebe anzunehmen. Das Leben so annehmen, wie es kommt. Dies bedeutet, unser Land, unsere Familien, unsere Freunde so anzunehmen, wie sie sind, auch mit ihren Schwächen und ihrer Begrenztheit. Das Leben annehmen kann auch bedeuten, all das willkommen zu heißen, was nicht vollkommen ist, was nicht rein oder gefiltert, aber deswegen nicht weniger liebenswert ist. Ist jemand, nur, weil er behindert oder fragil ist, nicht der Liebe würdig? Ist jemand, nur, weil er ein Fremder ist, weil er Fehler gemacht hat, weil er krank ist oder weil er in einem Gefängnis sitzt, der Liebe würdig? Und so handelte Jesus: Er nahm sich des Aussätzigen, des Blinden und des Lahmen, des Pharisäers und des Sünders liebevoll an. Er nahm den Verbrecher am Kreuz an und sogar diejenigen, die ihn ans Kreuz lieferten, und verzieh ihnen.

Warum? Weil nur das, was man liebt, gerettet werden kann. Du kannst keine Person retten, keine Situation retten, wenn du sie nicht liebst. Nur das, was man liebt, kann gerettet werden. Vergesst das nicht. Darum hat Jesus uns gerettet: Weil er uns liebt und nicht anders kann. Wir können ihm was auch immer antun, er jedoch liebt uns und rettet uns. Denn nur was man liebt, kann gerettet werden. Nur was man annimmt, kann verwandelt werden. Die Liebe des Herrn ist größer als all unsere Widersprüche, als all unsere Schwächen und als all unsere Begrenztheiten. Aber gerade mithilfe unserer Widersprüche, Schwächen und Begrenztheiten will er diese Liebesgeschichte schreiben. Er hat den verlorenen Sohn angenommen, er hat Petrus nach seiner Verleugnung angenommen; er nimmt auch uns immer, immer, immer an, wenn wir gefallen sind und hilft uns, aufzustehen und wieder auf die Beine zu kommen. Denn der wirkliche Fall, der unser Leben zerstören kann, besteht darin, am Boden liegen zu bleiben und sich nicht helfen zu lassen. Es gibt ein sehr schönes Berglied, das beim Hinaufgehen auf den Berg gesungen wird: „Das ist die Kunst des Aufstiegs: Der Sieg besteht nicht darin, nicht zu stürzen, sondern nicht liegen zu bleiben.“ Nicht liegen bleiben! Die Hand ausstrecken, damit sie dich hochziehen. Nicht liegen bleiben.

Wenn ihr von Angesicht zu Angesicht vor Jesus steht, dann habt Mut und keine Angst, ihm euer Herz zu öffnen, damit er das Feuer seiner Liebe in euch erneuere, damit er euch ermutige, das Leben mit all seiner Schwäche, mit all seiner Begrenztheit, aber auch mit all seiner Größe und Schönheit anzunehmen. Jesus helfe euch zu entdecken, wie schön es ist, lebendig und wach zu sein. Lebendig und wach.

Scheut euch nicht, Jesus zu sagen, dass auch ihr an seiner Liebesgeschichte in der Welt teilnehmen wollt, dass ihr „mehr“ wollt!

(Papst Franziskus, Panama, Januar, 2019)

 


Monatsprogramm Mai 2019

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Andacht bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 23.05.; 24.05. und 30.05 keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kinder-Wortgottesdienst
Sonntag, 12.05. und 26.05. um 10.30 Uhr im Gottesdienst.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr

und nach Vereinbarung


Samstag, 04. Mai: Rhein in Flammen

Der Klostergarten wird ab 19,30 Uhr (nach der Abendmesse) offen sein um den "Rhein in Flammen" anschauen zu können. Alle sind eingeladen, um Kuchen oder etwas anderes zum Essen und Getränkee (keinen Alkohol!) mitzubringen, um diese miteinander im Kloster (wegen der Kälte) zu teilen. Zum Abschluss singen wir gemeinsam "Großer Gott" und beten ein Segensgebet.
Siehe auch


Sonntag, 05. Mai

10.30 Uhr Hl. Messe (mit dem Vokalensemble "KlangfAhrben"), anschließend Prozession zur Marienstatue im Garten


Mittwoch, 08. Mai: Die Reliquien der hi. Theresia von Lisieux

waren vor elf Jahren in unserer Kirche. Wir gedenken ihres Kommens 2008 in unserer Abendmesse um 18.00 Uhr und am Gebetsabend beten wir auf ihre Fürsprache um ein geisterfülltes missionarisches Jahr.


Sonntag, 19. Mai - Beginn der Apollinaris-Novene

zur Vorbereitung der großen Apollinariswallfahrt (20. Juli - 04. August); an neun Sonntagen beten wir während der hl. Messe um eine segensreiche Wallfahrt. Das Thema der Apollinariswallfahrt 2019 lautet:

"Mir geschehe nach Deinem Wort!" (Lk 1,38)


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 23. Mai
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr

Freitag 24. Mai
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe


Mittwoch, 29. Mai

Vorabend Christi Himmelfahrt (normales Mittwoch-Abend-Programm) 


Donnerstag, 30. Mai, Christi Himmelfahrt

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach Empfang


Marianischer Gebetsabend

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.


Sonntag, 02. Juni

10.30 Uhr Hl. Messe mit dem Chor Sobómost aus Kerkrade (NL) mit slavisch-byzantinischen Gesängen