Ein tatkräftiges Glaubensleben,
eine aufopferende Liebe
und eine unerschütterliche Hoffnung!”

(vgl. 1Tess 1,3)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Der Apostel Paulus spricht am Anfang des ersten Briefes an die Thessalónicher über die drei göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Es sind göttliche Tugenden, weil Gott selbst der Ursprung und die Quelle dieser Tugenden ist. “Sie werden von Gott in die Seele der Gläubigen eingegossen, um sie fähig zu machen als seine Kindern zu handeln und das ewige Leben zu verdienen” (Katechismus der Katholischen Kirche, KKK 1813). Also gibt Gott uns die Gnade des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Darum sollen wir auch beten um die göttlichen Tugenden und uns dafür öffnen: “Komm, Heiliger Geist, schenke uns Glauben, Hoffnung und Liebe!”

Papst Franziskus hat es in seinem Brief an die Kirche in Deutschland nochmals deutlich gemacht: Daher erscheint es mir wichtig, das nicht aus den Augen zu verlieren, was «die Kirche wiederholt gelehrt hat, dass wir nicht durch unsere Werke oder unsere Anstrengungen gerechtfertigt werden, sondern durch die Gnade des Herrn, der die Initiative ergreift». Ohne diese Dimension der göttlichen Tugenden laufen wir Gefahr, in den verschiedenen Erneuerungsbestrebungen das zu wiederholen, was heute die kirchliche Gemeinschaft daran hindert, die barmherzige Liebe Gottes zu verkündigen. Die Art und Weise der Annahme der derzeitigen Situation wird bestimmend sein für die Früchte, die sich daraus entwickeln werden. Darum appelliere ich, dass dies im Ton der göttlichen Tugenden geschehen soll. Das Evangelium der Gnade mit der Heimsuchung des Heiligen Geistes sei das Licht und der Führer, damit ihr euch diesen Herausforderungen stellen könnt. Sooft eine kirchliche Gemeinschaft versucht hat, alleine aus ihren Problemen herauszukommen, und lediglich auf die eigenen Kräfte, die eigenen Methoden und die eigene Intelligenz vertraute, endete das darin, die Übel, die man überwinden wollte, noch zu vermehren und aufrechtzuerhalten.”

Ein tatkräftiger, wirksamer Glauben!
Es ist der Geist Gottes, der uns erkennen lässt, dass Jesus der Herr und Heiland und Gott unser Vater im Himmel ist. Unser Glaube ist ein Glaube an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Gott, in Seiner Dreifaltigkeit, ist Liebe. Durch das Kommen Jesu in unser Leben werden wir hineingenommen in diese Liebe Gottes. Es ist zuerst ein Erkennen der Gegenwart Gottes, die verbunden ist mit der Erfahrung, dass Er da ist, dass Er Liebe ist, dass Er für mich persönlich da ist und mich schon vor meiner Erzeugung im Mutterschoß geliebt hat, dass Er mit mir einen Plan des Heiles hat und mich auch fähig macht, Ihm meine Antwort zu geben.

Maria, Mutter und Vorbild des Glaubens, is die erste Begnadete die im Hören und Empfang der Liebe Gottes ihre Antwort gegeben hat: “Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach Deinem Wort!” In Verbundenheit mit Maria können und dürfen wir uns öffnen für diesen Glauben an Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist.

Die Antwort, die wir geben soll tatkräftig sein: das heißt, dass unser Handeln und Tun dem Glauben an Gott entspricht, jedenfalls mehr und mehr entsprechen soll, denn wir sind sündige und schwache Menschen, die immer wieder Umkehr, Barmherzigheit und neue Entscheidungskraft brauchen. Sicher kommen wir da auch an unsere Grenzen und müssen unsere Ohnmacht in Demut erkennen: Aber für Gott ist nichts unmöglich! Ja, wir werden als Gläubige auch immer herausgefordert, um an die Allmacht Gottes zu glauben!

Eine aufopferende Liebe!
Wir schauen auf zu Christus, der sich in Seiner Liebe ganz hingegeben hat. Es ist Sein Opfer der Liebe, das uns heilt, befreit und erneuert. Es ist eine Liebe bis zum Äussersten, eine Liebe, die Hingabe und Vertrauen auf den Vater bedeutet: Vater, in Deine Hände...

Die christliche Liebe ist zuerst Gabe: nicht was wir Menschen leisten können. Es ist zuerst eine Geschenk, das wir nicht verdienen, sondern uns gegeben wird. Der Mensch, so glauben wir, ist geschaffen, um zu lieben - die Liebe ist das Wichtigste unseres Lebens. Durch eine innere Reinigung und Heiligung kann die göttliche Liebe mehr und mehr unser Leben verwandeln und werden wir Zeugen dieser Liebe. Wir müssen darin auch erkennen, dass nicht alles was wir Liebe nennen, auch der Liebe Gottes entspricht und aus der Quelle der göttlichen Liebe entspringt. Wir können uns - weil wir auch sündhaftig sind - täuschen und irren. Darum brauchen wir den Heiligen Geist, um besonders durch die Weisung des Herrn, die Weisung der Kirche und das Hören auf unser persönliches Gewissen den richtigen Weg zu gehen. Umkehr und Barmherzigheit sind da gefragt, um mehr und immer wieder aus der Liebe Gottes zu schöpfen.

Christus ist in seiner aufopfernden Liebe unser Maßstab, zugleich auch die Quelle, die uns freimacht von Selbstsucht und Irrtum.

Eine unerschütterliche Hoffnung!
Wie schnell lassen wir uns durch Hoffnungslosigkeit, Enttäuschung und Angst verführen. Gleichgültigkeit, Klagerei, Mutlosigkeit und Resignation sind davon die “Tod-erwirkende” Früchte. Die Gabe der Hoffnung ist hier angesagt und notwendig. Machen wir uns von Neuem bewusst: Die Hoffnung ist eine göttliche Tugend, also: Gott gibt uns Hoffnung. Kein “Peptalk” oder ein menschliches “Mut-Einsprechen” ist da die Lösung, sondern ein Wandel des Herzens, von Gott her bewirkt. Man kann von einem geistlichen, inneren Klimawandel sprechen , der auch in der Kirche notwendig ist. Dieser Wandel ist ermöglicht worden, weil Christus gestorben, auferstanden und verherrlicht ist. Leider ist aus unserem christlichen Bewusstsein (jedenfalls bei sehr vielen) der Glaube an das Wiederkommen Jesu verschwunden. Aber Er wird wiederkommen in Herrlichkeit, um uns Menschen Anteil zu schenken an Seiner Herrlichkeit. Unsere Zukunft ist Herrlichkeit in Fülle: die endgültige und ewige Begegnung mit Gott, die volle Aufnahme in Seine unendliche Liebe.

Tagtäglich werden wir zur Zeit konfrontiert mit Unheilspropheten. Allerdings glauben Christen an den größten Heilsprophet aller Zeiten: Jesus Christus. Das heißt nicht, dass wir unsere Augen schließen für die Realität unserer Welt und unseres Lebens. Nein, im Gegenteil, offen für die Realität sehen wir im Glauben und in der Hoffnung auf den Sieg Gottes.

Unerschütterliche Hoffnung? Ja, wenn wir die Gabe der Standhaftigkeit in Anspruch nehmen und uns bewusst werden, dass Gott treu ist! Auch wenn wir untreu werden, Er ist treu und Seine Treue ist die unaufhörliche Einladung zu Ihm zurückzukehren und uns die göttlichen Tugenden schenken zu lassen.

Beten wir, dass die göttlichen Tugenden uns stärken im Glauben, in Hoffnung und in der Liebe und wir im alltäglichen Leben Erfahrungen machen, dass Gott uns diese Tugenden schenkt!

P.Bartholomé

 


Monatsprogramm September 2019

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Andacht bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 02.09.; 03.09.; 26,09. und 27.09. keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kinder-Wortgottesdienst
Sonntag, 01.09. und 15.09. um 10.30 Uhr im Gottesdienst.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr

und nach Vereinbarung


Sonntag, 01. September - Marianischer Gebetsabend

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.


Sonntag, 08. September: "Tag des offenen Denkmals"

Nähere Informationen siehe auch


Sonntag, 22. September

10.30 Uhr Hl. Messe mit dem Propsteichor aus Jülich


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 26. September
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr

Freitag 27. September
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe

Samstag, 29. September
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 29. September - Marianischer Gebetsabend

(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.


Donnerstag, 03. Oktober, Tag der deutschen Einheit

07.30 Uhr Hl. Messe
14.00 Uhr Empfang (Garten / Kloster) bis 16.30 Uhr
17.00 Uhr Vesper (mit Gebet für Deutschland und Europa)


Sonntag, 06. Oktober: Erntedankfest

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe