“Was er euch sagt, das tut!”
(Joh 2,5)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Am 22. Juli fängt die große Apollinariswallfahrt an, mit dem Thema: “Was Er euch sagt, das tut!” Als Einstiegs-Impuls wird hier ein Text unseres Papstes gegeben. Wir laden Sie herzlich ein zur Wallfahrt und zur Erfahrung, wie gut es ist, um als Kirche, das heißt als Familie Gottes, miteinander zu feiern, zu beten, zu hören und zu tun, “was der Herr Jesus uns sagt!”

P. Bartholomé


Verweilen wir jetzt beim ersten der Wunder Jesu, die der Evangelist Johannes »Zeichen« nennt. Denn Jesus hat sie nicht getan, um Staunen zu erwecken, sondern um die Liebe des Vaters zu offenbaren. Vom ersten dieser wunderbaren Zeichen berichtet Johannes selbst (2,1-11), und es wird in Kana in Galiläa vollbracht.

Zu Beginn seines öffentlichen Wirkens auf der Hochzeit in Kana zeigt Jesus sich als der Bräutigam des Gottesvolkes, der von den Propheten verkündigt wurde. Und er offenbart uns die Tiefe der Beziehung, die uns mit ihm vereint: Es ist ein neuer Liebesbund. Was ist die Grundlage unseres Glaubens? Ein Akt der Barmherzigkeit, mit dem Jesus uns an sich gebunden hat. Und das christliche Leben ist die Antwort auf diese Liebe; es ist gleichsam die Geschichte von zwei Verliebten. Gott und der Mensch begegnen einander, suchen einander, finden einander, feiern einander und lieben einander: genau wie der Geliebte und die Geliebte im Hohelied. Alles Übrige ist eine Folge dieser Beziehung. Die Kirche ist die Familie Jesu, über die sich Seine Liebe ergießt; diese Liebe ist es, die die Kirche bewahrt und allen Menschen schenken will.

Im Kontext des Bundes versteht man auch die Bemerkung der Gottesmutter: »Sie haben keinen Wein mehr« (V. 3). Wie ist es möglich, Hochzeit zu halten und ein Fest zu feiern, wenn das fehlt, auf das die Propheten als typisches Element des messianischen Mahls verwiesen haben (vgl. Am 9, 13- 14; Joël 2,14; Jes 25,6)? Wasser ist lebensnotwendig, aber der Wein bringt die Üppigkeit des Mahls und die Freude des Festes zum Ausdruck. Es ist ein Hochzeitsfest, auf dem der Wein fehlt; die Neuvermählten schämen sich dafür.

Stellt euch vor, am Ende eines Hochzeitsfestes Tee zu trinken; das wäre eine Schande. Der Wein ist notwendig für das Fest. Indem er das Wasser der Krüge, die »der Reinigungsvorschrift der Juden« entsprachen (V. 6), in Wein verwandelt, vollbringt Jesus eine beredte Geste: Er verwandelt das Gesetz des Mose in das Evangelium, als Überbringer der Freude. An anderer Stelle sagt Johannes auch: »Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus« (1,17).

Die Worte, die Maria an die Diener richtet, krönen das hochzeitliche Bild von Kana: »Was Er euch sagt, das tut!«

Das ist interessant: Es sind die letzten Worte, die von ihr in den Evangelien überliefert sind; sie sind das Erbe, das sie uns allen hinterlässt. Auch heute sagt die Gottesmutter zu uns allen: »Was er euch sagt – was Jesus euch sagt –, das tut!« Es ist das Erbe, das sie uns hinterlassen hat: Das ist schön! Es handelt sich um ein Wort, das die Glaubensformel in Erinnerung ruft, die vom Volk Israel auf dem Sinai gebraucht wurde, als Antwort auf die Verheißung des Bundes: »Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun« (Ex 19,8). Und tatsächlich gehorchen die Diener in Kana. »Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es Ihm«  Auf dieser Hochzeit wird wirklich ein neuer Bund geschlossen, und den Dienern des Herrn, also der ganzen Kirche, ist die neue Sendung anvertraut: »Was Er euch sagt, das tut!« Dem Herrn dienen bedeutet, Sein Wort zu hören und danach zu handeln. Es ist die einfache, aber wesentliche Empfehlung der Mutter Jesu, und es ist der Lebensplan des Christen.

Aus dem Krug zu schöpfen ist für jeden von uns gleichbedeutend damit, auf das Wort Gottes zu vertrauen, um seine Wirkkraft im Leben zu erfahren. Dann können auch wir zusammen mit dem, der für das Festmahl verantwortlich war und das Wasser gekostet hat, das zu Wein geworden war, ausrufen: Du »hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten«. Ja, der Herr behält sich auch jetzt noch den guten Wein für unser Heil vor, so wie er weiter aus der durchbohrten Seite des Herrn fließt. »So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn« (V. 11). Die Hochzeit in Kana ist viel mehr als ein einfacher Bericht über das erste Wunder Jesu. Wie ein Schrein bewahrt Jesus das Geheimnis seiner Person und das Ziel seines Kommens: Der erwartete Bräutigam setzt die Hochzeit in Gang, die im Ostergeheimnis vollbracht wird. Auf dieser Hochzeit bindet Jesus Seine Jünger an sich in einem neuen und endgültigen Bund. In Kana werden die Jünger Jesu zu Seiner Familie, und in Kana entsteht der Glaube der Kirche. Zu dieser Hochzeit sind wir alle eingeladen, auf dass der neue Wein nie mehr ausgehen möge!

Papst Franziskus

 

Mithilfe während der Wallfahrt

Für die Mithilfe brauchen wir noch Mitarbeiter, die sich an den drei Sonntagen (8.00 - 18.00 Uhr) zur Verfügung stellen. Auch am Freitag, dem 28. Juli und am Montag, dem 31. Juli (Holland-Tag) brauchen wir noch Hilfe!

Auch bitten wir noch um Kuchenbäcker(innen), damit die wunderbare Kuchenvermehrung auch dieses Jahr wieder stattfinden kann.

Anmeldung bitte im Kloster!    

Nähere Informationen zur Apollinariswallfahrt finden Sie hier.


Monatsprogramm Juli 2017

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Anbetung bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: während der Wallfahrt keine Messe und am 07. August)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung


Sonntag, 16. Juli

10.30 Uhr Hl Messe (mit dem Kirchenchor "St. Nikolaus Orsoy")


Sonntag, 13. August

19.00 Uhr Harfenkonzert mit Jessyca Flemming (Eintritt frei)