“Wir verkündigen euch Jesus Christus, Gottes Sohn.
In Ihm ist das “Ja” verwirklicht!”

(vgl. 2 Kor 1,20)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

Manchmal singt man ein Lied aus dem Gotteslob, wobei ein Satz besonders anspricht  der tief ins Herz fällt. So geschah es mir als ich an einem Sonntag das Lied im Gotteslob Nr. 457 hörte und mitsang: “So spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein”.

Gott hat das “Ja” seiner Liebe und Güte zu jedem von uns gesprochen und dieses “Ja” in Jesus Christus, seinem Sohn, in seiner ganzen Fülle verwirklicht. Das “Ja Gottes” ist sogar Mensch geworden und ist bis zum Äussersten gegangen im Sterben und in der Auferstehung Jesu Christi. Dieses “Ja” sehnt sich danach, dass wir Menschen es annehmen und ganz in unserem Leben zulassen, denn das “Ja Gottes” ist zu unserem Heil und Segen ausgesprochen. Jesus selbst hat dieses “Ja” seines Vaters ganz angenommen und gelebt, Er ist sogar in diesem “Ja” gestorben: “Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist, mein Leben und meine Zukunft.” So geht es nicht nur darum, dass wir gläubig sind oder werden, sondern dass wir Jünger und Jüngerinnen Jesu werden. Jesus gibt seinen Aposteln und auch uns den Auftrag: “Macht alle Menschen zu meinen Jüngern!” (Mt  28,19) Das bedeutet, dass wir als Christgläubige uns zuerst und vor allem darum bemühen, um mehr in die Gesinnung Jesu hineinzuwachsen, damit alles in uns im Leib und in der Seele, im Geist und im Herz, im Gebet und in der Arbeit, Christus ähnlich wird. Wir sind “eingeschult” in der Jüngerschaftsschule Jesu – ein Leben lang. Diese Lebensschule wird beendet und vollendet bei unserem Sterben, wenn auch wir mit Christus alles in die “Hände des Vaters” legen.

Gott sehnt sich danach, dass wir Sein erlösendes und heilendes “Ja” annehmen und wirken lassen. Denn wenn Gott sein “Ja” in und durch Christus spricht und verwirklicht, stirbt unser “Nein”. Gott hat für uns eine Heilsbotschaft. Er will sie mit Vollmacht in der Realiltät (oder auch in der Wahrheit) unseres Lebens sprechen.

Wenn wir uns mit Herz und Seele auf das “Ja” Gottes einlassen, werden wir spüren wie unser Leben auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Bereichen noch bestimmt wird durch unser “Nein”. Ich möchte ein paar “Neins” erwähnen, um Sie auf die Idee zu bringen und Ihnen bewusst zu machen, dass diese “Neins” Ihr Leben mehr oder weniger bestimmen und in gewissem Maße auch “verderben” oder “belästigen”.

Das kann z.B. sein, wenn ich mich nicht geliebt weiß. Vielleicht hat ein “Nein” meines Vaters mein Leben schon sehr früh bestimmt oder ich bin in einem “Nein” meiner Mutter empfangen. Oder: Mein Leben wird durch einen starken Widerstand zum Leben oder zu einer bestimmten Situation geprägt. Oder: Ein starkes inneres “Nein” gegenüber bestimmten Personen kann mich dauerhaft bestimmen. Oder: Manche “Neins” in uns sind von unseren Vorfahren geerbt. Dies ist ein negatives, innerliches Erbteil in uns. Auch dies will Gott, unser Herr, mit Seinem “Ja” verwandeln und neues, befreites Leben schenken. Oder: Jesus bringt auch unsere Finsternis ans Licht und will uns befreien. Er spricht über das Herz des Menschen: “Aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.” (Mk 7,22)

Hinter jeder Bosheit und jedem Laster steht ein “Nein” zum Leben und zur Liebe. Wenn Jesus mit diesen Worten die Finsternis in uns deutlich macht, tut Er es nicht, um zu verurteilen, sondern um zu retten und zu heilen, damit das “Ja Gottes” des Vaters in uns siegen kann! Welch große Hoffnung wird dadurch jedem Menschen und auch der Kirche von heute gegeben!

Fragen wir uns daher: Nehme ich das “Ja Gottes” an, das Er zu mir und jedem Menschen spricht? Lasse ich dieses “Ja Gottes” in mir wirken? Gehe ich damit in die Stille, ins Gebet, lese ich Sein Wort, empfange ich die Sakramente? Wie gebe ich Ihm meine Antwort auf Sein “Ja”? Und schließlich, je weinger ich Ihm ein “Nein” entgegensetze, umso glaubwürdiger kann ich Sein “Ja” in unserer Zeit verkünden: “Denn Jesus Christus ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat. Darum rufen wir durch Ihn zu Gottes Lobpreis auch das Amen!” (2 Kor 1,20)

P. Bartholomé


Gebet
Herr Jesus Christus, Du bist das “Ja Gottes, das “Ja” Seiner Liebe und Barmherzigkeit. Sprich und verwirkliche auch in mir Dein “Ja”, damit meine “Neins” sterben. Sprich Dein “Ja” zu meinem Leben, zu meinem Herzen, zu meiner Vergangenheit, zu meinem Heute und zu meiner Zukunft. Lass Dein “Ja” in mir siegen und leben zum Lobpreis Gottes des Vaters, zum Heil und zur Heilung meines Lebens und des Lebens meiner Nächsten und aller Menschen. Amen.

 


Monatsprogramm Oktober 2018

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Andacht bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: am 25.10.; 26.10.; 01.11. keine Morgenmesse)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Kindernebendienst
Sonntag, 07.10., 21.10. und 01.11 um 10.30 Uhr.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung


Mittwoch, 03. Oktober, Tag der deutschen Einheit

14.00 Uhr Empfang (Garten / Kloster) bis 16.30 Uhr
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Reliquiar des hl. Apollinaris
19.30 Uhr Gebetsabend


Sonntag, 07. Oktober: Erntedankfest

09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe

Wir danken dir, Schöpfer, Gott du Quelle des Lebens
aus deinen Händen empfangen wir alles.
Du sprichst zu uns durch dein Wort und Sakrament.
Du lässt uns atmen und singen.
Du lässt uns tanzen und danken.
wir stimmen ein in das Lob von
Himmel Erde, Luft und Meer.
Wer ist so wunderbar wie du?
Amen


Mittwoch, 17. Oktober

17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Primizmesse Br. Bonifatius Faulhaber (Hausen)
ca. 19.30 Uhr Gebetsabend


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 25. Oktober
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend eucharistische Anbetung in der Kirche bis 22.00 Uhr

Freitag 26. Oktober
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe

Sonntag 28. Oktober
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)


Sonntag, 28. Oktober

Weltmissionssonntag


Marianischer Gebetsabend

Sonntag, 28. Oktober
(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)
17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.


Donnerstag 01. Nov., Hochfest von Allerheiligen
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, anschließend Empfang
17.00 Uhr Vesper

Freitag 02. Nov., Allerseelen
07.30 Uhr Hl. Messe


Vorausblick:

Sonntag, 04. November 16.00 Uhr (!!!)
Konzert durch den Kammerchor Voci di Fuoco

mit dem Requiem von Gabriel Fauré (Orgelfassung) und geistlichen Werken der französischen Romanik von Fauré und Saint-Saens. Der Eintritt ist frei. Wir danken für eine Spende nach dem Konzert, anschließend Empfang im Kloster. (An diesem Sonntag keine Vesper!)

Sonntag, 18. November 19.00 Uhr
Konzert durch den Chor "Cantate" aus Troisdorf und Vallendar

Mit Werken von der Renaissance bis zur Moderne. Der Eintritt ist frei. Wir danken für eine Spende nach dem Konzert, anschließend Empfang im Kloster.