“Der Jünger Jesu wird ganz einfach von der Freude,
sich von Gott geliebt zu wissen, berührt und verwandelt,
und er kann diese Erfahrung nicht nur für sich behalten.”
(Papst Franziskus)

Apollinaris Absis

Liebe Freunde und Gäste der Apollinariskirche!

In diesem Monat Mai feiern wir die Osterzeit: die Zeit des auferstandenen Herrn. Er macht uns zu neuen Menschen, die auferstehen zu einem Leben mit Gott und miteinander, besonders auch im Miteinander Seiner Kirche. Zugleich bereiten wir uns vor auf Pfingsten: der Heilige Geist macht uns zu einer missionarischen Kirche. Das heißt: eine Kirche von Menschen mit einer Missio, mit einer Sendung in dieser Welt. Die folgenden Worte unseres Papstes Franziskus helfen uns diese Sendung als “durch Gott geliebte und verwandelte Menschen” besser zu verstehen und umzusetzen in unserem alltäglichen Leben.

P. Bartholomé


Aus Anlass des 54. Weltgebetstags um geistliche Berufungen (7. Mai) möchte ich die missionarische Dimension der christlichen Berufung in den Mittelpunkt stellen. Wer sich von der Stimme Gottes hat anziehen lassen und sich in die Nachfolge Jesu begeben hat, entdeckt sehr bald in seinem Inneren den unterdrückbaren Wunsch, die Frohe Botschaft durch Evangelisierung und den Dienst der Nächstenliebe zu den Brüdern und Schwestern zu bringen. Alle Christen sind als Missionare des Evangeliums eingesetzt! Denn der Jünger empfängt das Geschenk der Liebe Gottes nicht zum privaten Trost. Er ist nicht gerufen, sich selbst zu bringen oder die Interessen einer Firma zu vertreten. Er wird ganz einfach von der Freude, sich von Gott geliebt zu wissen, berührt und verwandelt, und er kann diese Erfahrung nicht nur für sich behalten: »Die Freude aus dem Evangelium, die das Leben der Gemeinschaft der Jünger erfüllt, ist eine missionarische Freude« (Apostol. Schreiben Evangelii gaudium, 21).

Der missionarische Einsatz ist also nicht etwas, das wie schmückendes Beiwerk zum christlichen Leben hinzukäme, sondern er ist im Gegenteil im Herzen des Glaubens angesiedelt: Die Beziehung zum Herrn schließt ein, als Propheten seines Wortes und Zeugen seiner Liebe in die Welt gesandt zu werden. Auch wenn wir in uns selbst zahlreiche Schwachheiten erleben und uns zuweilen entmutigt fühlen können, müssen wir unser Haupt zu Gott erheben, ohne uns vom Bewusstsein unserer Unzulänglichkeit erdrücken zu lassen oder dem Pessimismus nachzugeben, der uns zu passiven Zuschauern eines müden Lebens mit eingefahrenen Gewohnheiten macht. Angst hat hier keinen Platz, denn Gott selbst kommt, um unsere »unreinen Lippen« zu reinigen und uns für die Mission geeignet zu machen: »Deine Schuld ist getilgt, deine Sünde gesühnt. Danach hörte ich die Stimme des Herrn, der sagte: Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen? Ich antwortete: Hier bin ich, sende mich!« (Jes 6,6-8). Jeder missionarische Jünger spürt in seinem Herzen diese göttliche Stimme, die ihn auffordert, zu den Menschen zu gehen wie Jesus, »Gutes zu tun und alle zu heilen« (vgl. Apg 10,38). Ich habe bereits daran erinnert, dass jeder Christ kraft der Taufe ein »Christophorus« ist, das heißt, »jemand, der Christus zu den Brüdern und Schwestern trägt«

Sicherlich tauchen nicht wenige Fragen auf, wenn wir von christlicher Mission sprechen: Was bedeutet es, Missionar des Evangeliums zu sein? Wer gibt uns die Kraft und den Mut zur Verkündigung? Von welcher Evangeliums gemäßen Logik ist die Mission inspiriert?

1. Jesus ist vom Heiligen Geist gesalbt und gesandt. Missionarischer Jünger zu sein bedeutet, aktiv an der Mission Christi teilzunehmen, die Jesus selbst in der Synagoge von Nazareth beschreibt: »Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe« (Lk 4,18-19). Das ist auch unsere Mission: vom Heiligen Geist gesalbt zu sein und zu den Brüdern und Schwestern zu gehen, um das Wort Gottes zu verkünden und so für sie ein Werkzeug des Heils zu werden. Jesus geht an unserer Seite.

2. Angesichts der Fragen, die aus dem Herzen des Menschen aufsteigen, und der Herausforderungen, die die Realität stellt, kann uns das Gefühl der Ratlosigkeit überkommen und wir können einen Mangel an Energie und Hoffnung feststellen. Es besteht die Gefahr, dass die christliche Mission als bloße, nicht realisierbare Utopie erscheint oder zumindest als Wirklichkeit, die unsere Kräfte übersteigt. Wenn wir aber den auferstandenen Christus betrachten, wie er an der Seite der Emmausjünger geht (vgl. Lk 24,13-15), kann unser Vertrauen Kraft schöpfen.

In dieser Begebenheit des Evangeliums stehen wir vor einer wirklichen »Liturgie des Weges«, die der Liturgie des Wortes und des gebrochenen Brotes vorausgeht und die uns mitteilt, dass Jesus bei jedem unserer Schritte an unserer Seite ist! Die beiden Jünger, verletzt vom Skandal des Kreuzes, kehren auf dem Weg der Niederlage nach Hause zurück: Im Herzen tragen sie eine zerbrochene Hoffnung und einen Traum, der sich nicht verwirklicht hat. In ihnen ist Traurigkeit an die Stelle der Freude des Evangeliums getreten. Was tut Jesus? Er verurteilt sie nicht, er geht denselben Weg wie sie und statt eine Mauer zu errichten, öffnet er eine neue Bresche. Langsam verwandelt er ihre Entmutigung, lässt ihr Herz brennen und öffnet ihnen die Augen, als er das Wort verkündet und das Brot bricht. So trägt auch der Christ nicht allein die Pflicht der Mission, sondern er erfährt auch in Mühe und Unverständnis, »dass Jesus mit ihm geht, mit ihm spricht, mit ihm atmet, mit ihm arbeitet. Er spürt, dass der lebendige Jesus inmitten der missionarischen Arbeit bei ihm ist«.

3. Jesus lässt den Samen aufkeimen. Schließlich ist es wichtig, aus dem Evangelium den Stil der Verkündigung zu lernen. Obwohl der Same des Gottesreiches klein, unsichtbar und zuweilen unbedeutend ist, wächst er in aller Stille dank des unaufhörlichen Wirkens Gottes: »Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie« (Mk 4,26-27). Das ist unser erstes Vertrauen: Gott übersteigt unsere Erwartungen und überrascht uns mit seiner Großherzigkeit, indem er die Früchte unserer Arbeit aufkeimen lässt weit über die Berechnungen menschlicher Effizienz hinaus.

Mit diesem dem Evangelium entspringenden Vertrauen öffnen wir uns dem stillen Wirken des Heiligen Geistes, das die Grundlage der Mission ist. Ohne das ausdauernde, kontemplative Gebet kann es keine christliche Mission geben. In diesem Sinne muss man das christliche Leben mit dem Hören des Wortes Gottes nähren und vor allem die persönliche Beziehung mit dem Herrn in der eucharistischen Anbetung pflegen, dem privilegierten »Ort« der Begegnung mit Gott.

Die allerseligste Jungfrau Maria, die Mutter unseres Erlösers, hatte den Mut, sich diesen Traum Gottes zu eigen zu machen, indem sie ihre Jugend und ihre Begeisterung in seine Hände legte. Ihre Fürsprache möge uns dieselbe Offenheit des Herzens erlangen sowie die Bereitschaft, zum Ruf des Herrn unser »Hier bin ich!« zu sagen, und die Freude, uns wie sie auf den Weg zu machen (vgl. Lk 1,39), um ihn der ganzen Welt zu verkünden.  

Papst Franziskus

 


Monatsprogramm Mai 2017

Jeden Samstag
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft)

Jeden Sonntag
09.45 Uhr Rosenkranz
10.30 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
An jedem Sonntag ist der Garten nach der Hl. Messe bis 16.30 Uhr offen. Empfang mit Kaffee und Tee im Kloster oder im Garten.
17.00 Uhr Vesper und eucharistische Anbetung bis 18.00 Uhr

Jeden Mittwoch
17.00 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Uhr Hl. Messe, danach in der Krypta Segnung mit dem kleinen Hauptreliquiar des hl. Apollinaris.
19.30 Uhr Gebetsabend

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
07.30 Uhr Hl. Messe
(Ausnahme: außer am 25., 26., Mai, 05., 06. Juni)

Änderungen der Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Apollinarisboten.

Beichtgelegenheit
Jeden Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr
Jeden Samstag: 17.00 - 17.30 Uhr
und nach Vereinbarung

Samstag, 06. Mai: Rhein in Flammen
Der Klostergarten wird ab 19,30 Uhr (nach der Abendmesse) offen sein um den "Rhein in Flammen" anschauen zu können. Alle sind eingeladen, um Kuchen oder etwas anderes zum Essen und Getränke (keinen Alkohol!) mitzubringen, um diese miteinander im Garten zu teilen. Zum Abschluss singen wir gemeinsam "Großer Gott" und beten ein Segensgebet.


Marianischer Gebetsabend

Sonntag, 07. Mai
(Sie können auch teilweise am Programm teilnehmen)

17.00 Uhr Lobpreis und Vortrag zur aktuellen Botschaft aus Medjugorje
18.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Zusammensein bis 21.00 Uhr. Teilen der mitgebrachten Gaben.


Mittwoch, 10. Mai, Die Reliquien der hi. Theresia von Lisieux

waren vor neun Jahren in unserer Kirche. Wir gedenken ihres Kommens 2008 in unserer Abendmesse um 18.00 Uhr und am Gebetsabend beten wir auf ihre Fürsprache um ein geisterfülltes missionarisches Jahr.


Samstag, 13. Mai "100 Jahre Fátima"

In der Abendmesse von 18.00 Uhr "Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens".


Sonntag, 21. Mai, Anfang der Apollinaris-Novene

zur Vorbereitung der großen Apollinariswallfahrt (22. Juli - 06. August); an den neun Sonntagen beten wir während der hl. Messe um eine segensreiche Wallfahrt. Das Thema der Apollinariswallfahrt 2017 lautet: "Was Er euch sagt, das tut!" (Joh 2,5)


Mittwoch, 24. Mai

Vorabend Christi Himmelfahrt

Donnerstag, 25. Mai, Christi Himmelfahrt

09.45 Uhr Rosenkranz
10.00. Uhr Hl. Messe, danach Empfang
17.00 Uhr Vesper


Triduum der gekreuzigten und auferstandenen Liebe

Donnerstag 25. Mai
10.30 Uhr Hl Messe

Freitag 26. Mai
15.00 Uhr Sterbestunde Jesu, anschließend eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
17.00 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe


Sonntag, 04. Juni Pfingstsonntag

10.30 Uhr Hl Messe (mit dem Apollinarischor)
Empfang bis 13.00 Uhr. Keine Vesper!


Sonntag, 05. Juni Pfingstmontag

10.30 Uhr Hl Messe (musikalische Gestaltung durch die Klostergemeinschaft), danach Empfang
17.00 Uhr Vesper